Tennis im Nortorfer Stadtpark

50 Jahre Tennis im TuS Nortorf

Die Tennissparte im TuS Nortorf besteht seit 50 Jahren. Die rund 180 Mitglieder feierten zusammen mit Vertretern aus Stadt, Verbänden und Vereinen sowie umliegenden Tennisclubs auf der Anlage im Nortorfer Stadtpark. Deren Entstehungsgeschichte mit der Einweihung im Jahr 1966 und der Erweiterung auf inzwischen fünf Plätze standen auch im Mittelpunkt des Rückblicks, den Mitglieder aus verschiedenen Nortorfer Tennisgenerationen am Festabend gaben. Die Tennisspieler sind sich einig: Es ist eine der schönsten Anlagen in ganz Schleswig-Holstein. Tennis-Vorstand Gerd Kröger berichtete, dass sogar am berühmten Hamburger Rothenbaum ein Foto der Nortorfer Anlage zu sehen ist. Das Tennisheim haben die Mitglieder pünktlich zum Jubiläum von ortsansässigen Handwerksbetrieben renovieren lassen. Den dafür erforderlichen fünfstelligen Betrag haben die Tennisspieler zuvor aus ihren Mitgliedsbeiträgen angespart.

Genauso wichtig wie die Anlage: Im Gegensatz zu vielen anderen Clubs hat der TuS Nortorf rechtzeitig in die Nachwuchsarbeit investiert. Heute sind fast die Hälfte der Mitglieder Kinder und Jugendliche. Die sorgen nicht nur für sportliche Höhepunkte, sondern bringen sich auch in die ehrenamtliche Vereinsarbeit ein. Maßgeblich waren sie an der Gestaltung des Jubiläumsabends beteiligt. Zu den Höhepunkten zählten der von Kindern aufgeführte Tanz und die Modenschau der Jugendlichen, die Tennismode aus allen fünf Jahrzehnten der Clubgeschichte zeigten.

Nicht nur in der Bekleidung gab es einen Wandel – auch Einstellung und soziale Struktur der Mitglieder sind nicht mehr vergleichbar mit der Gründungsphase. Das einst als elitär wahrgenommene Tennis gilt längst als Volkssport. In Nortorf sind alle sozialen Strukturen im Tennisverein vertreten und willkommen. Konkurrenz zu den benachbarten Vereinen wird nur auf sportlicher Basis gepflegt, außerhalb des Platzes bestehen zahlreiche freundschaftliche Verbindungen zwischen den Spielern. Viele Mannschaften werden als Spielgemeinschaften mit den anderen Vereinen gebildet.

Zwei, die diesen stetigen Wandel von Beginn an miterlebt haben, sind Sybille Heidel und Hanne Frach. Die beiden Mitglieder waren schon im Gründungsjahr 1966 dabei. Für ihre 50-Jährige Mitgliedschaft und Treue zum Verein wurden sie im Rahmen des Jubiläums von Gerd Kröger geehrt.